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CALL FOR PAPERS 

Hein Heckroth (1901–1970) – Bühnenbildner, Filmdesigner, Maler. Bausteine einer Werkbiografie

Workshop (Kunstgeschichte, Theaterwissenschaft, Medienwissenschaft und angrenzende Disziplinen), 10. Juli 2020, Justus-Liebig-Universität Gießen

Der deutsch-britische Künstler Hein Heckroth (1901–1970) gehört nicht zu den kanonischen Gestalten der neueren Kunst-, Theater- und Filmgeschichte; dabei war er als Maler, als Bühnen- und Kostümbildner und als Produktionsdesigner von großer Prägekraft für zahlreiche künstlerische Projekte von internationaler Bedeutung.

Da Heckroth als Bühnengestalter und Szenenbildner über Jahrzehnte mit vielen Theater- und Filmgrößen – von Gründgens bis Hitchcock – aufs Engste zusammenarbeitete und als Maler bereits durch mehrere postume Ausstellungen geehrt wurde, nimmt es sich erstaunlich aus, dass die Landkarte seiner Werkbiografie noch voller weißer Flecken ist, die regelrecht darauf warten, endlich Farbe zu bekommen. 

Eine quellenverpflichtete Biografie Hein Heckroths existiert nicht. Die Lebensskizzen, die nach Heckroths Tod vor allem in Ausstellungskatalogen publiziert worden sind, stützen sich auf die Angaben der Witwe Ada Heckroth sowie auf persönliche Bekanntschaft, ja, Freundschaft mit dem Verstorbenen. Den jeweiligen Anlässen entsprechend sind diese Lebensbilder skizzenhaft und nur in Ausschnitten belegt. Auch die biografischen Angaben in jüngeren Publikationen beruhen so gut wie nie auf Quellenstudien, sondern sind rein kompilatorisch.

In zeitlicher Nähe zu Heckroths 50. Todestag wird der Workshop dazu beitragen, diese Defizite zu mildern. Im Rahmen eines eintägigen Symposiums ist es nicht möglich, den „ganzen Heckroth“ zu vergegenwärtigen, wohl aber das Ganze im Fragment. Dieser Zugang scheint Heckroths Werk ohnehin angemessen: Seine internationale Biografie, seine Betätigung im Bereich „freier“ wie angewandter Kunst, traditioneller wie neuer Medien, materiell fixierter wie ephemerer Werke und seine chamäleonhafte Anverwandlung unterschiedlicher stilistischer und inhaltlicher Moderne-ausformungen legen es nahe, ihn als Künstlerpersönlichkeit mit Widersprüchen und Brüchen zu thematisieren.

Heckroths künstlerische Arbeit und seine Biografie lassen sich nur im Zwischenreich verschiedener Fächer erschließen. Der Call richtet sich daher an Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen ab der Promotionsphase, vor allem aus den Fächern Kunstgeschichte, Theaterwissenschaft und Medienwissenschaft, die interdisziplinär interessiert sind und arbeiten. 

Tagungsbeiträge sollten eine Länge von 30 Minuten nicht überschreiten und können auf Deutsch oder Englisch gehalten werden. 

Einreichung von Vorschlägen für Tagungsbeiträge (nicht länger als 300 Wörter) in deutscher oder englischer Sprache sowie einen kurzen Lebenslauf bis zum 20.09.2019 an: Barbara.Stommel@kunstgeschichte.uni-giessen.de

Eine Mitteilung über die Annahme der Beiträge erfolgt bis zum 15.10.2019. Reisekosten können vorbehaltlich einer noch ausstehenden Förderzusage ganz oder in Teilen erstattet werden. Es wird keine Konferenzgebühr erhoben. Eine Publikation ist geplant.

Konzeption: Prof. Dr. Sigrid Ruby (Institut für Kunstgeschichte der Justus-Liebig-Universität Gießen); Dr. Marcus Kiefer (Hein-Heckroth-Gesellschaft Gießen e.V.)

Informationen und Kontakt: Dr. Marcus Kiefer, Hein-Heckroth-Gesellschaft Gießen e.V. 

hein-heckroth-ges@gmx.de


Hier das PDF mit ausführlichen Angaben (auch in Englisch)


07. april 2019

Verleihung des Hein-Heckroth-Bühnenbildpreises 2019 an Katrin Brack
und des Hein-Heckroth-Förderpreises 2019 an Manuel Gerst

am Sonntag, den 7. April 2019, um 11:00 Uhr, im Stadttheater Gießen, Südanlage 1

PROGRAMM

Musikalische Eröffnung

Rike Huy, Trompete
Katrin Zurborg, Jazzgitarre

Begrüßung
Dr. Marcus Kiefer
Vorsitzender der Hein-Heckroth-Gesellschaft

Grußwort
Volker Bouffier MdL
Hessischer Ministerpräsident

Grußwort
Cathérine Miville
Intendantin des Stadttheaters Gießen

Hein Heckroth und die Künstlergruppe Quadriga
Prof. Dr. Sigrid Hofer
Philipps-Universität Marburg

Musikalisches Intermezzo

Laudatio auf KATRIN BRACK
Till Briegleb
Journalist und Schriftsteller

Verleihung des Hauptpreises an KATRIN BRACK
Volker Bouffier MdL
Hessischer Ministerpräsident

Laudatio auf Förderpreisträger MANUEL GERST
Katrin Brack

Verleihung des Förderpreises an MANUEL GERST
Dietlind Grabe-Bolz
Oberbürgermeisterin der Stadt Gießen

Musikalischer Ausklang

Anschließend Sektempfang im Foyer

Hein-Heckroth-Gesellschaft Gießen e. V.
Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Wiesbaden
Magistrat der Universitätsstadt Gießen
Stadttheater Gießen




15. Februar 2019

 „Alte Meister“. Hermann Beil liest Thomas Bernhard

Die Hein-Heckroth-Gesellschaft Gießen e.V. und die Kunsthalle Gießen begrüßen am Freitag, den 15.02.2019, um 19 Uhr den Dramaturgen, Regisseur und Rezitator Hermann Beil im Hermann-Levi-Saal des Rathauses. Zum 30. Todestag von Thomas Bernhard liest Hermann Beil, der als Dramaturg an vielen Thomas-Bernhard-Uraufführungen beteiligt war, aus Bernhards letztem großen Prosawerk, der Erzählung Alte Meister, die mit dem Untertitel „Komödie“ versehen ist. Erschienen ist der Text 1985: ein Buch voller Witz und Ironie, das die Neu- oder Wiederentdeckung lohnt.

Hermann Beil nennt die „Komödie“ Alte Meister „eine große selbstironische Abrechnung mit Kunst und Künstlern“.

15.02.2019, Beginn: 19 Uhr

Ort: Hermann-Levi-Saal im Rathaus, Berliner Platz 1, 35390 Gießen 

Ohne Voranmeldung. Der Eintritt ist frei. 

In Kooperation mit der Kunsthalle Gießen


12. April 2018

„Wittgensteins Neffe“. Hermann Beil liest Thomas Bernhard

Hermann Beils Lesung „Wittgensteins Neffe“ stand viele Jahre auf dem Spielplan des Berliner Ensembles. Er gastierte mit dieser Lesung u. a. in Wien, Paris, Lausanne, Straßburg, Zürich, Salzburg, Frankfurt am Main, Innsbruck, Köln, Weimar, Tübingen, Prag und im Thomas-Bernhard-Haus in Ohlsdorf.

Der bedeutende Theatermacher Hermann Beil ist Ehrenmitglied der Heckroth-Gesellschaft. Die Lesung wird von der Heckroth-Gesellschaft in Kooperation mit dem Literarischen Zentrum Gießen veranstaltet.

Beginn: 19 Uhr

Ort: Universitätsaula, Ludwigstr. 23, 35390 Gießen

 


9. November 2017

VOR DEM BÜHNENBILD

Im Rahmen der Vortragsreihe „Bild und Bühne“ hält die Kunsthistorikerin Dr. Christine Hübner (Universität Göttingen) einen Vortrag mit dem Titel „Vor dem Bühnenbild: Die Theatermalerei im 19. Jahrhundert als Gattung zwischen Handwerk und Kunst“.

Beginn: 18 Uhr c.t.

Ort: Margarete-Bieber-Saal, Ludwigstr. 34

Eintritt frei

In Kooperation mit dem Institut für Kunstgeschichte der Justus-Liebig-Universität Gießen

Im Anschluss an den Vortrag bietet ein kleiner Umtrunk Gelegenheit zum Meinungsaustausch und zu lockeren Gesprächen.